Dieser Blog mit und über unseren Labrador Retriever Murphy dient der reinen Unterhaltung. Achtung: kann Spuren von Ironie enthalten. Viel Spaß beim Stöbern !

B.A.R.F. Rohfütterung

Wie hier im Blog schon berichtet wird Murphy seit August 2011 "gebarft"


Gleich vorweg. Barf bedeutet nicht, dem Hund einfach mal ein paar Brocken Fleisch
vorzusetzen. Larifari Barf NEIN dann lieber beim Trocken/Nassfutter bleiben. Denn falsch
gebarft, kann gehörig daneben gehen und langfristig gesundheitliche Schäden hervorrufen.
Die Ernährung muss ausgewogen und auf den Hund abgestimmt sein. Ein Futterplan ist nicht
für jeden Hund anzuwenden. Wir haben unseren Plan zum Einsteigen professionell erstellen lassen.

Um es Einsteigern etwas leichter zu machen, erkläre ich euch wie ein Futterplan aussehen kann
und dass dies nicht so kompliziert ist wie es anfangs scheint.
Auf- und abrunden ist erlaubt.
Also man muss nicht akribisch grammgenau abwiegen, sollte aber darauf achten, dass der Hund etwa in 4 Wochen mit allen Nährstoffen versorgt ist. Man kann dies auch wöchentlich berechnen, so wie wir es machen. Man kann hier nach Bedarf variieren. 
 
Viel Abwechslung ist wichtig, eine Unterversorgung ist so kaum möglich. Am besten ist es
sich einen Ernährungsplan erstellen zu lassen.


Beispiel aus Swanie Simons Barf Buch:

Die Formel ist für einen erwachsenen unkastrierten Rüden mittel aktiv
Körpermasse x 0,02 x 1,25 = die Futtermenge täglich

Ein Beispiel an einem 40 Kilo Hund
Hier also  lautet die Formel:

40 Kilo x 0,02 x 1,25 = 1 Kilo täglich 
7 Kilo wöchentlich

Einen Fastentag gibt es bei uns nicht, wird empfohlen, ist jedoch kein muss.

Das kann so aussehen:

5600 Gr tierische Erzeugnisse
davon
50 %Fleisch    =    2900 Gr 
15 % Innereien   = 840 Gr 
15 % Pansen/Blättermagen = 840 Gr  
20 % RFK (Rohe fleischige Knochen )  = 1120 Gr.    

1400 Gr pflanzliche Erzeugnisse
Obst  25 %  = 350 Gr
Gemüse 75 % = 1050 Gr

(Öl immer im Wechsel,  wir nehmen z.B. Swanie Omega 3-6-9-Öl, Lachsöl, Hirtengold flüssiges Gold)
Futterzusätze nach Bedarf, wir füttern Grünlippmuschelexktrakt , Gelatine, Kräuter, Algen, Hagebuttenpulver


So sah Murphys WOCHENPLAN Anfangs aus.
Dies ist nur ein Beispiel:


Mo 500 Lammrippen 
       500 Biohühnerfleisch  

Di   250 Gr Lachs  250 Gr Hühnchenhälse
       1 Ei 400 Gr Spinat 250 Gr Lachs

Mi  500 Pansen 
       500 Pansen  

Do  500 gr  Putenhals  
      1 Banane  etwas  Joghurt  und Erdbeeren 1 Apfel    Möhren/Zuccini 500 Gr
       Gemüse immer mit Öl geben 

Fr   500 Kaninchenbauch  
       500 Wildfleischgulasch

Sa  250 Leber  250 Gr Gemüse (Zuccini,Fenchel,Karottenmix)
      500 Gr Rinderherz

So  500 Lammbauchlappen 
       Erdbeeren Apfel Birnen-Mix  250 Gr

2mal wöchentlich zwischendurch auch mal Quark mit Banane
Im Sommer zB gefroren im Kong.

Gemüse muss püriert gegeben werden sonst kann es der Hund nicht verwerten und es kommt hinten
unverwertet wieder raus. Habt ihr sicher schon beobachtet, wenn ihr eurem Hund eine Karotte
gegeben habt ;)

Ich gebe ab und an auch getrocknetes Gemüse und Kräuter von Alsa oder Lunderland. Hier überzeugt mich die Qualität und mein Hund verträgt es gut. Am liebsten gebe ich jedoch saisonales Obst und Gemüse, da es am wenigsten mit Schadstoffen belastet ist.

Ich püriere Gemüsemix meist gleich in Wochenrationen und friere einen Teil ein, so hat man nicht
jeden Tag den Aufwand einen Gemüsemix zu zaubern, ab und an gebe ich auch Babygläschen.

Es gibt Hunde die vertragen kein Barf, übergeben sich, haben dauernd Durchfall, können Knochen
nicht verwerten usw. Ist dies der Fall, dann sollte man m.M.n. nicht mit Gewalt rohes Fleisch
in den Hund "stopfen" sondern dann lieber zu hochwertigem Fertigfutter zurückkehren.
Hier kann ich Terra Canis und Hirtengold empfehlen.

Ich bin kein Fanatiker der  BARF betet, so wie es leider häufig vorkommt. Jeder muss gucken, wie es seinem Hund am besten geht.
Ich kann nur von unseren persönlichen Erfahrungen sprechen und empfehle Barf, wenn es der Hund verträgt, denn man weiss was im Napf landet und letztendlich im Hundemagen :) 
 
Im Urlaub den wir meist mehrwöchig am Stück in Mittel bis Süditalien verbringen, und somit kein Frischfleisch mitschleppen können, gibt es bei uns Terra Canis bzw neuerdings Hirtengold.
Damit  sind wir super zufrieden und der Hund ist es auch ;-)

Unser Fleisch beziehen wir von Tackenberg, ich kaufe ab und an auch im Supermarkt Fleisch welches im Angebot ist. Von vielen Onlinebarfadressen wurde ich enttäuscht, daher kann ich nur
noch Tackenberg mit gutem Gewissen empfehlen. 



Rohe fleischige Knochen füttern wir folgende:
Lammrippen,  Hühnerkarkasse, Rehrippen,  Putenhälse,
Hühnerhälse, Kaninchenrücken, Ochsenschwanzstücke, Hühnerklein, Chickenwings

Knochen sollte man immer vorsichtig füttern und nicht zuviel auf einmal. Barf Anfängern empfehle
ich mit Hühnchenhälsen zu starten, die sind weich und leichter verdaulich.

Knochen bitte immer mit Fleisch geben, nie "pur" um die Magensäure zur Verdauung anzuregen.
Fleisch ist der   Schlüsselreiz um die Magensäfte anzurgen, die die harten Knochen verdauen können.
Es kann Knochenkot geben, wenn man Knochen ohne, oder nur  mit wenig Fleisch verfüttert.


Nur rohe Knochen geben, nie gekocht/gegart - das kann gefährlich werden weil die Knochen 
splittern können!!!!!

Keine Röhrenknochen verfüttern, ausgenommen Hähnchenschenkel, die können gegeben werden. 





Achtung:
Diese Ausführungen stellen keine Beratung dar.  Es handelt sich lediglich um Erfahrungswerte die ich durch
die Rohfleischfütterung unseres Hundes gesammelt habe. Der Futterplan ist lediglich ein Beispiel.
Für inhaltliche Fehler oder Ausführungen wird keine Haftung übernommen.